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ISHQ Online - Bollywood Lifestyle Magazin Nr.1

You making me so happy, shaking my body...

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Ich hatte schon immer einen Textfimmel. Ehrlich gesagt hat mich Bollywood zuerst über die Songtexte gepackt. Ich gebe zu, die bedeutungsschwangeren Synchronstimmen, die Dramatik der auf RTL II, aber auch auf Arte gezeigten Filme hat mich erstmal ein bisschen abgeschreckt, aber spätestens ab der Liedzeile: „Ich bin nicht in Deinem Herzen, ich finde keine Worte mehr...“ konnte ich mich nicht mehr entziehen. Ja, man kann sagen, hier genau war mein Einstieg. Ich war so gerührt, diese tieftraurige klagende Stimme, Kajol (deren Namen ich damals nicht kannte), die da steht wie betäubt und der die Tränen runterkullern, oh wem geht da das Herz nicht über?

Auch die Freundin der Braut, die aus ihrem Versteck einen Blick auf ihren Liebsten erhascht gelang es mich zu begeistern, weil es einfach so süß und unschuldig klingt. Ich fand es so erfrischend! Oder was ist mit den Zeilen „Die Farben unserer Seelen haben sich miteinander vermischt… …der Himmel zerfließt vor uns… …wie der unendliche Durst des Ozeans“ oder „Ich lebe im Liebeswahn, sterbe im Liebeswahn, einen anderen Frieden finde ich nicht.“ Und wer kann an Aamir zweifeln wenn er singt „Warum ist Radha eifersüchtig? Sie ist doch der Mond, die anderen sind nur die Sterne.“ Wer weiß nicht wessen Fußspuren es sind, wessen Schatten es ist, der an Chandramukhis Herzen klopft, und sie dadurch sterben lässt?

In letzter Zeit stelle ich fest, Bollywood verändert sich mitsamt der Lyrik. Es wird nicht unbedingt westlicher, aber moderner. (Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.) Ich weiß nicht wie ich diese schleichende Veränderung finden soll. Erstmal ist es auf alle Fälle merkwürdig, wenn z. B. ein Mann aufgefordert wird, seine Zigarette an der Glut des Busens der Sängerin zu entzünden. Das ist im Kontext des Songs durchaus legitim, verblüfft trotzdem in den ersten Sekunden. Um nicht zu sagen, mir ist kurz die Kinnlade runtergefallen.

Doch es gibt merkwürdigere Texte, spontan fällt mir Aa Khushi se Khudkhushi (Darling) ein. (Lass uns glücklich Selbstmord begehen) Jaa! Yeah! Äh?

Das Schlimme ist, meistens mag ich ja die Songs mit den blödesten Texten. Was will uns das Lied „Kiss of Love“ (… stay away from the Kiss of Love!) denn nun sagen? Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich mit der Aufforderung “all hot girls put your hands up and say…“, ebenfalls angesprochen bin und reagieren darf (ich mein ich bin über 30, aber wenn Rekha reagiert, dann sollte ich auch dürfen). Außerdem steh ich z. B. auch total auf Bhool Bhoolaiyaa. Und wenn es Akshay Kumar nunmal so wichtig ist,  “I pray all day and all night long, that I could make you ever mine” na, dann will ich mich mal nicht so haben, und ins Gebet einsteigen: Hare Ram, Hare Krishna!

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