Man mag es kaum glauben, aber auch große Persönlichkeiten des Showbiz erleben gesellschaftliche Benachteiligungen, die in Indien durchaus bekannt sind, aber von prominenter Seite eher selten öffentlich beklagt werden. Superstar Saif Ali Khan ließ jetzt jedoch im Mumbai Mirror seinen Unmut laut werden, indem er die Tatsache der Ungleichbehandlung von Muslimen und Hindus als tragische Wirklichkeit Indiens benannte.
Ihm sei diese Form der Diskriminierung von Muslimen bewußt, auch er selbst habe sie erfahren. Nach Recherchen des Mumbai Mirror habe Saif Ali Khan vor einiger Zeit verschiedene Wohnbaugesellschaften in Mumbai angefragt, ob sie ihm eine Grundstücksfläche verkaufen könnten. Sie lehnten einhellig ab. Später wandte er sich an eine muslimische Wohnbaugesellschaft, die seinem Wunsch nachkam. "Ich weiß, es gibt lokale Behörden und Wohnbaugesellschaften, die Muslimen keine Immobilien verkaufen würden. Ich wollte in dieses Problem nicht verwickelt werden und wandte mich daher an einen muslimischen Bauunternehmer." Der Sohn, der bekannten Schauspielerin Sharmila Tagore, die dem Hinduismus nahesteht und eines Vaters, der einem bedeutenden muslimischen Adel angehört, findet es erschreckend, wie sehr religiöse Elemente den gesellschaftlichen Umgang vergiften. Er selbst sei mit jedemenge Toleranz und Ehrfurcht gegenüber allen Religionen erzogen worden. Ob Gott, Jesus, Bhagvan oder Allah, für ihn sind das alles nur Namen des einen Erschaffers. Anderen reiche es völlig aus Shah Rukh Khan als ihren persönlichen Gott zu akzeptieren, so Khan.
Der zur Zeit mit Kareena Kapoor liierte Bollywood-Schauspieler möchte weiterhin klarstellen, dass es auch in der kosmopolitischsten Stadt Indiens kommunale Segregation gibt. "Und das beschränkt sich nicht nur auf Wohnbaugesellschaften", so Khan, "es ist ein gesellschaftliches Problem. Es ist allseits bekannt, dass in bestimmten Gegenden von Juhu oder Bandra (Stadtteile Mumbais) Gründstücke oder Immobilien an Muslime nicht verkauft werden."
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