In der aktuellen Ausgabe der indischen Vogue wurde ein Modeshooting veröffentlicht, das in Indien die Gemüter erregte. Zu sehen waren mittellose indische Männer, Frauen und Kinder aus ländlichen Gegenden, die als Models für Luxusgüter posierten. So wurde ein älterer Herr - der übrigens wie alle Models namenlos blieb - mit einem Burberry-Regenschirm im Wert von etwa 200 Dollar abgelichtet.
Die Chefredakteurin der indischen Vogue ließ angesprochen auf die Kontroverse verlauten, man solle das Ganze doch bitte nicht so verbittert betrachten. Als Aussage hinter der Fotostrecke gab sie an, man wolle zeigen, dass "Mode nicht länger ein Privileg der Reichen" sei. Jeder könne sie tragen und damit gut aussehen.
Nur, dass eben ein Viertel der Inder unter der Armutsgrenze von 0,40 Dollar am Tag leben, also mehr als 500 Tage in ihrem Leben dem Wert von einem Burberry-Regenschirm gleichkommt...
Quelle: NY Times




